2014 Best Practice Energieeffizienz

Nachhaltiger Energieeinsatz

Für die BAMBERGER MÄLZEREI mit ihrer Tochter-
firma DONAU MALZ in Neuburg an der Donau bedeutet eine nachhaltige Energiepolitik schon immer eine zukunftsfähige Energieversorgung. In den letzten Jahren wurde ein zweistelliger Millionenbetrag in Energieeffizienzmaßnahmen investiert. In Bamberg werden seit 1989 bzw. in Neuburg seit 1991 neben Gas-Kesseln erdgas-
betriebene Blockheizkraftwerke zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt, die ganzjährig rund um die Uhr laufen. Sie weisen eine elektrische Leistung von 3 x 210 kW (Bamberg) bzw. 4 x 210 kW (Neuburg) und eine thermische Leistung von 3 x 360 kW (Bamberg) bzw. 4 x 360 kW (Neuburg) auf. Um diese bereits sehr umweltfreundliche Produktionsweise zukunftsfähig zu optimieren, entschied sich die Geschäftsführung zum Ersatz der zusätzlich betriebenen Gas-Kessel. Als effizienteste Alternativen wurde in Bamberg der Bau einer Waldhackschnitzelheizung und in Neuburg der Anschluss ans neu errichtete Nahwärmenetz gewählt. Mit diesen zukunfts-
weisenden Maßnahmen setzt nun die BAMBERGER MÄLZEREI jährlich 11000000 kWh und die DONAU MALZ jährlich 25000000 kWh umweltneutral ein. Beide Unternehmen weisen aktuell modernste Produktionsanlagen inklusive Rekuperation auf.

Die Energieeinsparungen durch den Neubau der Darren sowie den zusätzlichen energetischen Maßnahmen an beiden Standorten ergab in Bamberg eine Reduktion des Gesamtgas-
verbrauchs um 42 % und in Neuburg um 35 % (siehe Abb. 1).

Die Realisierung dieser nachhaltigen Energie-
versorgung durch die starke Reduktion fossiler Energieträger verringert das Emissionsniveau erheblich. Das jährliche CO2-Niveau verringerte sich um 2547 Tonnen bei der BAMBERGER MÄLZEREI und 3302 Tonnen bei DONAU MALZ (siehe Abb. 2).

Der Neubau der Waldhackschnitzelheizung in Bamberg und der Fernwärmeanschluss in Neuburg zielten natürlich auch auf eine generations-
übergreifende energetische Solidarität. Durch den kontinuierlichen Verbesserungsprozess des Energiemanagementsystems wird der Beitrag zur Energiewende stetig vergrößert. Um die ressourcenschonende und nachhaltige Produktionsweise weiter zu optimieren, wurde neben dem Energiemanagementsystem zeitgleich ein Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2009 eingeführt. Die Zertifizierung erlangten beide Unternehmen im Mai 2014.
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